Welcome to a world full of sun spots! It's about Love, Life, Fairy Tales, Useless Things and a little bit philosophical Thoughts. And 2009 it's a lot about Sydney and Australia.
PS: Here are also some english posts with the label "
please in english". Find out that life is really a box of chocolates!

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Thursday, February 11, 2010

My world, their world



I was two times in a photo exhibition in Sydney last year. The first time I was allone and spent a long , intensive time there. The second time I was with my class. So I was relaxed and walked around to look at the visitors. Naturally it was good for me to know the visitors quite well.

The exhibition was about the best press photographers 2008/ 2009. The most photos showed glimpses of war and violence. That was the year 2008? Is this our century? Terrible.

Here you can see the best pictures of the exihibition:
>world press photos 2009<

One photo has touched and shocked me the most. My heart stopped beating. It's the brazilian woman who protect her child against a whole armee. This is what mothers do. Alright. But why mothers are have to do something like that in a world like these?

Tuesday, February 9, 2010

Australische Hühner

 
 


Ach, ich sehe mir so gern die Bilder vom Featherdale Wildlife Park an. Sogar die Hühner dort sind witzig. (das obere ist das gemeine australische Haus-und-Hof-Huhn, das bei KFC (Kentucky Fried Chicken) auf den Burger kommt. Ist wirklich wahr! Ich hab mich natürlich geweigert, sowas Sympathisches zu essen.)


I love browsing the pics from Featherdale Wildlife Park. Even the chickens are funny. (At the top is the usual Australian Chicken that finds its way into the burger from KFC. That's true! Of course, I refuse such likable food.)

Thursday, January 7, 2010

Harry's Cafe de Wheels, Woolloomoolo, Sydney



Ich streite mich mit Leuten darüber, ob es original australische Pies gibt. Ich finde ja. Auch wenn es American Pie natürlich zuerst gegeben hat. Nord Amerika hat es ja zuerst gegeben und die Aboriginies zeigten kein richtiges Interesse an der Herstellung pikanter Küchelchen.
Dennoch sind Harry’s Pies original Australian Pie. Harry (wenn auch nicht von Anfang an auf Rädern) gehört schon seit 70 Jahren zu Sydney. Diese Piebude kennt die Stadt bereits zu einer Zeit, in der sie noch ganz anders aussah. Die Harbour Bridge war noch im Schulkindalter und die Opera noch Quark im Schaufenster. Die alte Wharf bildete noch den Dreh und Angelpunkt. Um diesen Umschlagplatz ist  das Arbeiterviertel Woolloomooloo entstanden, das in den 30ern heiße Zeiten erlebt hat. Damals wollte die Bevölkerung das Viertel abfackeln. In Aufbruchstimmung und im frisch erlangten Selbstbewusstsein wollten die Sydneysider in zweiter und dritter Generation die alten, ranzigen Dinge loswerden. Per Volksentscheid waren die meisten dafür! Doch die damalige Regierung konnte den Aufstand zerschlagen und restaurierte stattdessen die abbruchreifen Buden und die inzwischen unrentable Werft.


[Woolloomooloo und Harbour Bridge 1932 aus Wikipedia]
Heutzutage ist es ziemlich ruhig um die Gegend geworden. Ich finde es äußerst passend, dass viele der Buden, von denen inzwischen wieder die Farbe abblättert, Backpacker-Hostels geworden sind und einfache Familien aus ihren Wohnzimmerfenstern einen gigantischen Blick auf Hafen und die typische Skyline haben.

PS: Ich mag das Bild oben, weil es aussieht, als würde Harry persönlich dort sitzen.



[Woolloomooloo Wharf, heute ein Museum]


[die Werfthalle ist inzwischen ein teures Hotel]

Thursday, December 10, 2009

Cockatoo Island und Parramatta VI

[Elisabeth Farm]

Ich bin auf meinem Trip nach Parramatta am ältesten europäischen Haus Australiens, der Elisabeth Farm, angekommen [s. Vorgeschichte]. Es gießt in Strömen. Ich drücke mich im Vorraum des Museums herum und flehe, es möge aufhören, doch...

...Als ich es nicht mehr aushielt, ging ich rein und kaufte eine Karte. Es war spottbillig. Gerademal 1,50 AUD oder so. Zuerst gab es einen Film. Die wirklich nette Dame, die mir mein albernes Zögern nicht übel nahm, schloss die Tür hinter mir. Ich konnte mich also entspannen.
Zu meiner Überraschung war das hier alles gar nicht schlecht. Nirgendwo Kordeln. Man erfuhr etwas über die ersten europäischen Siedler. Leute, die von weither aufbrachen, um in einem unbekannten, unerschlossenen Land Schafe zu züchten.
Die Farm ist zu recht nach der Frau des Ehepaars Mcarthur benannt. Sie betrieb die Farm die meiste Zeit allein. Ihr Mann, irgendein hohes Tier der englischen Marine war ziemlich lange für seine Dienstreisen nach England unterwegs. Natürlich um Werbung für australische Wolle zu machen. Dann starb er auch noch unter ungeklärten Umständen, während Elisabeth noch weitere 15 Jahre herumwuselte. Die Farm war fast 100 Jahre in Familienbesitz und wurde dann, soweit ich das verstanden habe, von den Schwanns heruntergewirtschaftet.

Wegen des schlechten Wetters einigermaßen niedergeschlagen, machte ich mich mit dem Zug auf den Weg nach Sydney. Innerhalb der nächsten 12 Stunden erzählte ich jedem, was für ein Bockmist das ist, allein, ohne Karte und bei Regenwetter nach Parramatta zu fahren.

Friday, December 4, 2009

Cockatoo Island und Parramatta V

[Häuschen in Paramatta]

Ich lief an kleinen Geschäften, Restaurants, Cafes und Imbissbuden entlang. Dazwischen die kleinsten Häuser, die ich je in solcher Vielzahl gesehen hatte. Die Gehwege waren lebhaft und nationenbunt. Die Straße säumte eine solche Baumvielfalt! Unbekannte Vögelchen, die sich als hiesige Spatzen ausgaben, saßen auf den Stromleitungen. Dann fing es an zu regnen. Erst sanft und ich hoffte, ich würde nicht gezwungen sein, irgendwo reinzugehen. Doch dann schüttete es. Das kannte ich schon. Ich ging unentschlossen in das Haus der Elisabeth Farm- einem Museum. Mein Interesse, mir in muffigen Räumen 216 Jahre alte Möbel hinter roten Kordeln anzusehen, war gleich Null. Ich lungerte im Vorraum herum und flehte, dass der Regen augenblicklich aufhörte. Ich versuchte, möglichst wenig lungernd dafür aber absolut gelassen zu wirken. Die Empfangsdame hatte einen direkten Blick auf das, was sich in dem Vorraum so tat. Ich war der einzige Besucher.
[Eucalyptus Tree]
Fortsetzung folgt...

Thursday, December 3, 2009

Cockatoo Island und Parramatta IV

[Paramatta zwischen Bahnhof und Elisabeth Farm]

Ich war (wie immer) überrascht, wie lang man in diesem gigantischen Land von A nach B brauchte. Auf der Karte liegt Parramatta nur eine Daumenlänge von Sydney entfernt. Die Fahrt dauerte fast anderthalb Stunden.

Parramatta stellte ich mir klein, verträumt und bunt vor. Auf jeden Fall reizend übersichtlich. Ich kam gar nicht auf den Gedanken, mich eingehender darauf vorzubereiten. Ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Parramatta war nicht klein.

Dann geschah etwas, was einfach immer in diesem Land geschieht. Der erste Mensch, dem ich in Parramatta begegnete (ein straßefegender Kneipier), sprach mich sogleich an und empfahl, den kostenlosen Shuttlebus zu nehmen. Er sagte etwas von "Elisabeth Farm". Ich tat so, als wüsste ich, wovon er da redet.

Im Bus überlegte ich, ob der nicht von der Tourismusinformation dafür bezahlt würde und war wütend, dass ich keine brauchbare Karte bei mir hatte. Umso weiter ich fuhr, um nötiger erschien mir das. Nichts sah alt, sehens- und aussteigwürdig aus.

Weil man mit Bahnhöfen nichts falsch machen kann und sie gewöhnlich gut wiederzufinden sind, stieg ich dort in meiner zweiten Shuttlerunde aus. Ich entschied, mich von allem, was nach Innenstadt aussieht, wegzubewegen. Der Himmel war hellgrau, aber es regnete nicht. Ich nahm das ziemlich heruntergekommene Gebiet, das nicht ohne Charme war, festen Schrittes in Angriff und riet mir, mich nicht von den dubiosen Gestalten verunsichern zu lassen.

Ohne das Risiko einzugehen, mich in den verlockenden kleinen Sträßchen zu verlieren, wanderte ich die Hauptstraße entlang und stieß an deren Ende tatsächlich auf ein Schild. Nun wusste ich, wie ich zur Elisabeth Farm gelangte. Ich zählte die Straßen ab. Das schwierigste hatte ich hinter mir.

Fortsetzung folgt...

Wednesday, December 2, 2009

Cockatoo Island und Parramatta III


Der Blick auf die entfernte, von breiten, diagonalen Regenstreifen verschleierte Harbour Bridge war hinreißend. Dann erreichte die Schauerfront mein Island und ich musste mich auf die überdachte Terrasse eines Herrenhauses retten. Doch es hörte bald auf. Nach vielen Fotos der Gakelkräne, von Möwen und moosigem Schutt trollte ich mich Richtung Anlegestelle. Ich hatte Pech. Sehr oft hielt hier keine Fähre und ich musste zurück zum Circular Quay.






Also noch mal von vorn. es war noch nicht allzu spät. So bestieg ich vom Circular Quay aus die nächste Fähre nach Parramatta. Diesmal saß ich drin. Das Wetter war scheußlich. Ich rechnete damit, dass die Wolken an den ihnen zu Ehren gebauten Kratzern hängenblieben und ich das Wetter wie eben hinter mir ließ.

Tuesday, December 1, 2009

Cockatoo Island und Parramatta II

[Harbour Bridge von Coockadoo Island aus]

Kaum lesbare Rostschilder luden zum Dauercampieren auf einer großen Wiese nahe der Anlegestelle ein. Das fand ich nun doch ein wenig zu trostlos.
Ich erklomm, den ebenso verwitterten Wegweisern folgend, die steile Anhöhe und schlenderte über pfützige Höfe und lugte in leere Steinbaracken. Viele Leute verschlug es nicht hierher. Eine Kunstschule hatte sich verschrieben, mit dem Ort zu arbeiten. So gab es einiges zu entdecken. Eine Ausstellung gab es auch. Meistens Zeichnungen und Aquarelle, die genau das wiedergaben, was ich hier vor- und empfand.



Wenngleich die Bezeichnung „Gefängnisinsel“ erstmal abschreckend wirkt, hat sie eine, wie ich finde, nette Geschichte. Seit 1839 wurden Gefangene hierhin ausgelagert. Das Fleckchen war jedoch so übersichtlich und isoliert, dass das Begehren der Gefangenen nicht untätig herumzusitzen, schon ab 1850 dazu führte, dass kleine Werkstätten betrieben wurden. Man widmete sich vor allem der Wartung und Reparatur aller möglichen Maschinen und Schiffsbauteile. Ziemlich bald wurde Cockatoo Island dafür bekannt und die einzige Anlaufstelle für solcherlei Tätigkeiten. Letztendlich waren die gefangenen Betreiber ziemlich autark und konnten sich resozalisieren. Alles in allem war und ist die kleine Insel also die meiste Zeit ihrer Existenz ein Ort des Schaffens und der Kreativität.



Fortsetzung folgt...

Monday, November 30, 2009

Cockatoo Island und Parramatta I


Es sah ganz so aus, als bekäme ich Pech mit dem Wetter. Ich stand am Circular Quay und versuchte mich zu orientieren. Ich stand vor dem Fährenhaltepunkt Nr. 5. Ich war richtig. Richtung Parramatta gings in 5 min. Parramatta war die älteste Stadt Australiens. Quasi die Geburtsstätte Sydneys. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen.



Es war Samstag. Das Ende meiner zweiten Woche in Sydney. Es war meine erste Fahrt auf der Fähre, also suchte ich mir auf dem Außendeck einen Platz. Hinter dem Aufbau des Innendecks würde es einem vielleicht nicht den Schnurrbart aus dem Gesicht blasen. Ich freute mich darauf, Sydney vom Wasser aus zu sehen. Auch wenn es gerade in dunkelschwarzen Regenschleiern verschwand. Ich fühlte mich ungemein überlegen, da ich vor dem Wetter herfuhr. Genau in die richtige Richtung um trocken zu bleiben.



In Hochstimmung entschied ich, dieses Glück auszureizen, indem ich nach nur 20 min Fahrt spontan ausstieg. Wir legten gerade in Cockatoo Island an und mir gefiel der Name. Cockatoo Island war eine Gefängnisinsel. Erst seit 2007 ist sie der Öffentlichkeit zugänglich. Ihren Namen verdankt sie einem ehemals üppigem Vorkommen an Red-Gums-Kakkadus, zu einer Zeit als die Aborigines hier noch fischten.



Sie war winzig und mit Baracken und Gebäuden bis auf dem letzten Quadratmeter zugebaut und zudem von Dogs umrahmt. Alte Hafenkräne gakelten in den Horizont. Alles war ein bisschen zugewuchert. Ich war begeistert.

Fortsetzung folgt...

Wednesday, November 11, 2009

shout!







Etwas ganz laut auszurufen ist nicht so leicht. Wen man damit alles verschrecken könnte. Wäre man ein Elefant, würde ein lautes Tröten niemanden verwundern. Ach wär man doch ein Elefant.

To shout something quite loudly is not that easy. You could scare somebody. If you would be an elephant, a loud horns wouldn’t nobody surprise. Oh, you ought to be an elephant.

Die Bilder sind in Sydney (oben) und Island (unten) entstanden.

Friday, November 6, 2009

Der Glasscheibenmann



Apropos Berowa. Die einzigen unhöflichen Menschen in Sydney sitzen hinter einer Scheibe im Hauptbahnhof. Sie sind darauf konditioniert, dich in einer unverständlichen Sprache in die falsche Richtung zu schicken und dir Vorwürfe zu machen, wie du nur so blöd fragen kannst. Dein Ticket hättest du genauso gut am Automaten  holen können, ohne ihm auf den ohnehin zum Zerklingeln aufgedrehten Wecker zu gehen.
Besser man fragt die netten Menschen an den Durchlässen, die den Anschein erwecken, als könne man ihnen keine größere Freude bereiten, als sie um Hilfe zu bitten. Oder man fragt den Busfahrer, der einen neben der gewünschten Auskunft gleich noch die nächsten Anschlüsse, die besten Wege und Sightseeingtips verabreicht, so dass man den Glasscheibenmann ad hoc vergisst.

Wednesday, November 4, 2009

Vielen Dank an den Busfahrer



Sydney muss man zu Fuß erkunden. Das sagt jeder. Ich auch. Wenn man aber zu spät dran ist, per Schienenersatz nach Berowa (that’s another story) fahren muss oder es regnet, nimmt man den Bus.

Während die Busfahrer in Weimar hauptberuflich danach trachten, so viele Passanten und Radfahrer wie möglich über den Haufen zu fahren, und Brummigkeit ein Einstellungskriterium der Deutschen Verkehrsbetriebe zu sein scheint, wollte ich mit den australischen Busfahrern am liebsten meinen Freundeskreis aufstocken, wenn sie mich schon nicht als Nichte oder Cousine adoptierten. Das liegt daran, dass sie jedem in aller Seelenruhe einfach alles erklären, was einem in Bezug auf Busfahren, der Stadt und dem Land auf der Seele brennt und dich manchmal Honey oder Kleines nennen.

Deshalb bedankt man sich in Australien beim Busfahrer, bevor man aussteigt. Und das obwohl der Blick auf den Busfahrplan (den man nach anderthalbwöchiger völliger Ratlosigkeit endlich geschafft hat zu besorgen) auch ohne Rush Hour nutzlos ist.

Ganz automatisch gibt man sich als besonders rücksichtsvoller, geduldiger, höflicher und friedfertiger Fahrgast, der sich nicht über Unzuverlässigkeit empört und rechzeitig seine Wochenkarte für die richtige Zone erneuert. Man will damit dem Fahrer persönlich eine Freude bereiten. (Okay, okay, einmal bin ich außerhalb meiner zulässigen Zone gefahren. Aus Gruppenzwang. But that’s another story)

PS: Damit es nicht weiterhin ein Geheimnis bleibt, welcher Bus im innerstädtischen Verkehr von Sydney richtig ist, verrate ich hiermit, dass man in jeden verdammten Bus einsteigen kann, der in die gewünschte Richtung fährt, auch wenn die Haltestelle in den dürftigen Übersichten der Bushaltestellen nicht mit angegeben ist. Sie halten beim kleinsten Piep an jeder Gießkanne. Auch die Überlandbusse, die als Endhaltestelle einen der vielen Suburbs anpeilen.

PPS: Der Bus auf dem Foto wurde nur wegen des Sonnenflecks Objekt meiner Aufmerksamkeit.

Tuesday, November 3, 2009

The right answer to Howaya? -The solution


Ich glaube, es war schon meine dritte Woche in Sydney, als ich herausfand, dass die perfekte Antwort auf "Hi, how are you?" „Great! Thank you! Howaya!“ ist.
Im Convenience Store unter dem Wohnheim, in dem ich nur ab und an die überhöhten Preise in Kauf nahm und einen Zweiliterpack Milch, 100%igen Orangensaft ohne Zuckerzusatz und einen großen Naturjoghurt für mein Blaubeermüsli holte, begrüßte mich der Besitzer für meine Verhältnisse immer ein wenig zu nett. Bei unserem ersten Aufeinandertreffen fragte er nicht nur nach meinem Befinden, wo ich herkam, wie lang ich schon da sei, ob ich schon Freunde gefunden habe und wenn nicht, könnten wir gerne etwas nach Feierabend unternehmen, sondern auch nach meiner Zimmernummer. Also war ich diesem Freundchen gegenüber von Beginn an kurz angebunden. Ich meinte, es ginge ihn alles, einschließlich meiner Befindlichkeit, gar nichts an. Doch eines Abends, nach einem besonders hervorragenden Tag und in einer Phase stärkeren Selbstbewusstseins, war ich in Plauderstimmung. Er fiel mir sofort nach meinem strahlenden „Great!“ ins Wort und lobte mich, dass ich nun schon ziemlich australisch sei.

Monday, November 2, 2009

The right answer to Howaya?



Wie schon gesagt, sind die Australier furchtbar nett. Da ich ebenso nett sein wollte, weil ich fand, nichts anderes haben die Australier verdient, bereitete mir eins regelrecht Kopfzerbrechen. Kein Reisebegleiter, Wörterbuch oder City Guide konnte mir zufriedenstellend ausführen, wie in Dreiteufelsnamen ich auf die ständige Frage „Hi, How are you?“ adäquat reagieren sollte.


In der Sprachschule fand ich das noch einfach, wenn mir der freundliche Aborigine likeness fröhlich ein „Good morning, howaya!“ entgegenträllerte, obwohl ich wieder mal zu spät war und meine Study Card nicht auf Anhieb vorzeigen konnte. Ich stammelte “I’m fine. Sorry… Thank you. …Seeya” und rannte die Flure entlang, während ich die Ohrstöpsel wegpackte und einen letzten besorgten Blick auf die Handyuhr riskierte.


Schwieriger fand ich es im Supermarkt, wenn die Kassiererin in warmer Herzlichkeit fragte „Hello, how are you doing?“, während sie anfing, meine Habseeligkeiten über den Scanner zu schieben. Ich hätte gern ausgeholt und am liebsten gleich übers Wetter geplaudert und mein Mitleid darüber verkündet, dass sie hier drinnen gefangen war. Ich wollte sie aber in ihrer Konzentration nicht stören und dachte, es ist bestimmt nur so eine Höflichkeitsfloskel. Sie konnte sich ja unmöglich die wahrheitsgemäßen Antworten von tausenden ihrer Kunden anhören wollen. Also antwortete ich anfangs gar nicht oder sagte einfach nur „thank you“, wobei sie sich dann aussuchen konnte wofür.

Auflösung folgt...

Wednesday, October 28, 2009

Smart Light Festival in Sydney





"Lightening the sails" von Brian Eno

Das tolle an Sydney ist, dass es nie aufhört, hinreißend zu sein.
Vom 26. Mai bis 14. Juni 2009 war die Oper in Sydney in tausend Lichtkleider gehüllt.



Ich war vom 17.05. bis 14.06.2009 in Sydney. Dort habe ich einen 4wöchigen Sprachkurs am Embassy besucht, in der Unilodge gewohnt und mich im Sturm von der Stadt, der Schule und den Menschen erobern lassen. Wie das passieren konnte erzählt das Label Sydney auf diesem Blog.

Einkaufszentren in Sydney_01

Wenn man über Sydney spricht, muss man auch über die Einkaufszentren sprechen. Oberflächlich betrachte, fällt nicht auf, dass CBD (central business district) quasi aus ihnen besteht. Das was man sieht, ist gar nichts. Unter der Erde eröffnet sich einem erst das gesamte Ausmaß. Eine vollkommene Parallewelt.

Das gigantischste Shopping-Universum hab ich allerdings in Kiew erlebt. Man spricht vom größen in Europa. Unter dem riesigen Europaplatz kann man das mehrstöckig erleben. In Sydney ist das viel suptiler. Von außen sehen die größten unter ihnen herrlich ehrwürdig, elegant und manchmal sogar prächtig aus. Alle haben ihren ganz eigenen Stil. Doch drei Etagen darunter verbinden sie sich zu einer unermesslichen Gänge-, Geschäfts- und Imbisanballung, Stehkaffes, Rolltreppen, Richtungsschildern zu allen Straßen, die man je oberhalb gelaufen ist. Es gibt mehrere U-Bahn-Stationen. Mehrere! Wer behauptet, in Sydney herrscht auch nur an der winzigsten ganz speziellen Kleinigkeit auch nur der geringste Mangel, sollte sich nicht scheuen, seinen Vorrat an Schamesröte, mit einem Schlag aufzubrauchen.

Die Zeiten englischer Kolonialherrschaft über die Teller der Nation sind vorbei. Unvorstellbar, dass sie je existierten. Unter dem Sydney Central gibt es allein zwei deutsche Bäcker!



Fortsetzung folgt...
Ich war vom 17.05. bis 14.06.2009 in Sydney. Dort habe ich einen 4wöchigen Sprachkurs am Embassy besucht, in der Unilodge gewohnt und mich im Sturm von der Stadt, der Schule und den Menschen erobern lassen. Wie das passieren konnte erzählt das Label Sydney auf diesem Blog.

Monday, October 26, 2009

Sydney -Teil 5: Circular Quay und Opera

Fähre und Harbour Bridge am Circular Quay

Nach einem längeren Spaziergang die Pitt Street entlang landete ich am Circular Quay. Die Harbour Bridge lugte schon einige Zeit durch die Skyscraperschluchten. Ich war so aufgeregt, als würde ich nach monatelangem Treiben in einer Nussschale endlich Land entdecken.

Das Erste, was ich von der Sydney Opera entdeckte

Das Treiben am Circular Quay war überwältigend. Menschen über Menschen. Aufgewirbeltes Durcheinanderschnattern verschiedener Sprachen, Kopftücher, russisch?, Hupen grün gestrichener Fähren, Hot-Dog-Dünste, laute Bassdrum aus riesigen Verstärkern, was einen beinahe die halbnackten Aborigines übersehen ließ, die dazu ein ziemlich monotones Didgeridoo spielten.

Aborigine mit Didgeridoo



Ich brauchte eine Pizza oder sonstwas stark sättigendes. Auf keinen Fall Fish and Chips. Bei der Hitze sahen die von Vietnamesen angebotenen Snacks alle gleich tranig aus. Ich verzichtete. Auch erlaubte ich mir nicht, mich an einen Tisch der Straßenrestaurants zu setzen, die sich hier nur so aneinander reihten, bevor ich nicht vor der Oper stand.


Ich versuchte abzukürzen, indem ich eine steile Treppe zwischen den Restaurants erklomm, die sich aufführte, als würde sie geradewegs an einem nepalesischem Felsenkloster enden.


In Wahrheit landete ich in der die Macquarie Street und dann im Botanischen Garten. Jedenfalls war es genauso grün und das Government House winkte mir durch eine Umzäunung. Links von mir die Harbour Bridge, die sich auch von hier oben aus nicht schlecht machte.



Und dann sah ich sie. Sie war sehr schön, sehr anmutig. Glänzende Muschelschalen. Davor mächtig viel grün. Und zwischen uns ein Zaun. Aber von hier aus hatte man einen herrlichen Blick. Ich war der Zuschauer einer unglaublichen Szenerie.


Ich war wirklich hier. Und hinter mir staksten Ibise! Die Leute, die im Gras lagen, eine Flasche VB (Victoria Bitter) neben sich stehend, fanden das offenbar normal.


OK, ich musste vor den Zaun. Ich musste zu ihr. Aus dem Schatten stolperte ich in eine derartige Sonne, die durch keine Stratosphäre aufgehalten worden zu sein schien und die auf hellen Beton trifft. Ich umrundete die Opera gegen den Urzeigersinn und damit gegen die paar anderen Touristen. Ab und zu wurde ich mir meines offenen Mundes peinlich bewusst und dann musste ich grinsen. Ich war dermaßen glücklich. Und das würde sich die nächsten Wochen nicht ändern...


Ich war vom 17.05. bis 14.06.2009 in Sydney. Dort habe ich einen 4wöchigen Sprachkurs am Embassy besucht, in der Unilodge gewohnt und mich im Sturm von der Stadt, der Schule und den Menschen erobern lassen. Wie das passieren konnte erzählt das Label Sydney auf diesem Blog.

Sunday, October 25, 2009

Sydney -Teil 4: Pitt Street


Pitts Street Mall, Sydney CBD

Am Darling Harbour stieg ich nun endlich in die verdammte Monorail, um mir, wie es mein Lieblingscityguide (Gilissen, E. H. M.: Sydney und seine Nationalparks, Reise Know-How 2009) anriet, vermittels dieser Rundbahn einen Überblick zu verschaffen. Doch genau das schaffte ich nicht. Reizüberflutung. Ich war am Ende. Hilflos starte ich durch die Fensterteile, die nicht mit Werbung überklebt waren und versuchte gelinde zu übergehen, dass mir die vielen Ansagen der Monorailstationen überhaupt nichts sagten. Ich fuhr zwei Runden. Letztendlich stieg ich "City Centre" aus und wurde in die Pitt Street Ecke Market Street gespült.
Für einen Sonntag war hier schon ordentlich Bewegung, aber der Rhytmus war typisch sydneyastisch. Er fügte sich perfekt in das Flirren der hellgelben Hitze und das Flimmern der Sonnenflecken auf den himmelwärts strebenden Fassaden. Wie kann man sich in einer wildfremden Fünfmillionenstadt gleich so wohl fühlen?
Trotz der ziemlich hässlichen Baustelle war die Pitt Street Mall -eine Fußgängerzone links und rechts von viktorianisch anmutenden Einkaufscentren eingefasst- hinreißend. Hier wurde Eric Clapton geklampft. Ich war mir sicher, ich müsste träumen.
Ich machte mich auf den Weg zur Opera. Erst bei ihrem Anblick würde ich sicher sein können, dass ich wirklich da war.



Fortsetzung folgt...

Ich war vom 17.05. bis 14.06.2009 in Sydney. Dort habe ich einen 4wöchigen Sprachkurs am Embassy besucht, in der Unilodge gewohnt und mich im Sturm von der Stadt, der Schule und den Menschen erobern lassen. Wie das passieren konnte erzählt das Label Sydney auf diesem Blog.

Wednesday, October 7, 2009

Sydney - noch mal von vorn Teil 3: Fish Market und Darling Harbour

[Blackwattle Bay mit Anzac Bridge]

Ich beschloss, von dort aus in die Monorail zu steigen und wanderte die Wattle Street entlang, die sich nicht gerade ihrer Schönheit wegen rühmen konnte. So kam ich an der Blackwattle Bay heraus. Direkt am Fish Market. Die Atmosphäre war in Watte gepackt. Die Sonne schien mit einem Mal diffus und das plätschernde Wasser schillerte was das Zeug hielt. Alles klitzerte. Die Möwen verkündeten lauthals ihren Schrei. Auf jedem der aufgestellten Schirme saß eine. Es roch nach Tang und Zeitlupe.

[am Sydney Fish Market]

Ich kürzte ab und fand mich hinter der Fischmarkthalle und dann an einem gewaltigen Verkehrsknotenpunkt wieder. Der Smog hier hielt die auffällig vielzähligen Jogger von nichts ab. Über mir kollerte eine dreispurige Autobahn. Darunter das gleiche. Es brauchte eine Ewigkeit, das halbe Dutzend Ampeln der Pyrmont Bridge Road zu queren. Nach abenteuerlichen Umwegen (von Verlaufen kann gar keine Rede sein. Ich war bereit, jedem Abenteuer ins Auge zu blicken) landete ich auf Höhe vom Australian National Maritime Museum am Darling Harbour und damit im touristischen Herz Sydneys. Man erkannte das an den vielen Fahnen. Spürte geradezu, wie sich die bereitgehaltenen Attraktionen als Einladungsschlaginstrument manifestierten.

[Darling Harbour von der Pyrmont Bridge aus mit Monorail rechts im Bild]

Ohne mir dessen bewusst zu sein, stand ich auf der Pyrmont Bridge, die einer Promenade gleich kam. Trotz der herumwuselnden Touristenanballungen ergab sich der Eindruck, als würde jeden Moment eine Parade zu Ehren der Queen stattfinden. Einigermaßen andächtig knippste ich ein, zwei Fotos und schrieb eine in die brustgeworfene MMS nach Hause.


Fortsetzung folgt...



Ich war vom 17.05. bis 14.06.2009 in Sydney. Dort habe ich einen 4wöchigen Sprachkurs am Embassy besucht, in der Unilodge gewohnt und mich im Sturm von der Stadt, der Schule und den Menschen erobern lassen. Wie das passieren konnte erzählt das Label Sydney auf diesem Blog.

Tuesday, October 6, 2009

Sydney - noch mal von vorn Teil 2: Wentworth Park

[Wentworth Park, Eukalyptusstamm, Metro Light Rail und Anzac Bridge]

Die Gegend um die Uni herum war nicht gerade spektakulär. Ich hätte ein bißchen enttäuscht sein können, wäre da noch Platz für ein so wenig magisches Gefühl. Ich trabte in Sackgassen hinein mit der vollen Absicht, so viele Geheimnisse wie möglich zu entdecken.

Ich kam an einem Park raus. Der chevyblaue Himmel wurde ununterbrochen von startenden Flugzeugen durchpflügt. Nirgends habe ich so einen Flugverkehr wie in Sydney erlebt.

Ich war also am Wentworth Park, an dessen Ende die Anzac Bridge mit ihren charakteristischen Stahlseilpolygonen wie ein wahnsinnig filligraner Scherenschnitt am Horizont pappte.



Fortsetzung folgt...



Ich war vom 17.05. bis 14.06.2009 in Sydney. Dort habe ich einen 4wöchigen Sprachkurs am Embassy besucht, in der Unilodge gewohnt und mich im Sturm von der Stadt, der Schule und den Menschen erobern lassen. Wie das passieren konnte erzählt das Label Sydney auf diesem Blog.