Welcome to a world full of sun spots! It's about Love, Life, Fairy Tales, Useless Things and a little bit philosophical Thoughts. And 2009 it's a lot about Sydney and Australia.
PS: Here are also some english posts with the label "
please in english". Find out that life is really a box of chocolates!

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Friday, September 16, 2011

What are soulmates?

Ok, I guess, I was a little bit fast to say there is no more to say about love. Actually there is something more. I thought a lot about the soulmate thing in the last 5 years. What the hell is it all about? And why it works so bad? There must be a sense on it, don't you think? It is in the world, so it has to make sense.

So, here is my statement:
  1. If you've met a person, who was make you thinking, that is a soul mate, than you are not nuts, it's not only an imagination or a hope or a hormone thing. If you perceive your own characteristic traits in the other, than is it your soulmate! If you both agree on it, it is another symptom.
  2. Falling in love with your soulmate is not a miracle. It's never happened to you before, that you feel so very understanded and accepted.
  3. It doesn't work as a partnership for the same reasons you love him or her. You perceive exactly these attributes in him or her, that distinguishes you from the rest of human beings and causes the misunderstanding of you by the others. These attributes are mostly corporate remarkableness, kinks, odd things, extraordinary habits or behaviors, fears of the same things or for the same reasons and stuff like that. At least one or all of it will makes it impossible.
So, it seems we need urgently a partner, whose odd things differs a lot from ours :-)

    Monday, February 1, 2010

    future not possible

     

    When you fell in love with the one and a future seemed not really possible, have your best friends told you that you should be glad to get this feeling? I would have said, it's the most shit in the world and it would be better if it had never happened. From up this time you will miss it and search for it until you die. But look around! There are people, who've never felt in that way. I see a lot. Seriously, I feel more sorry for these people.

    Tuesday, September 29, 2009

    Erklärung


    Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
    Du wußtest, was ich wollte, stets und gehst.
    Ich wünschte zwar, ich könnte dir's erklären,
    und wünschte doch, dass du mich nicht verstehst.

    Ich riet dir manchmal, dich von mir zu trennen,
    und danke dir, dass du bis heute bliebst.
    Du kanntest mich und lerntest mich nicht kennen.
    Ich hatte Angst vor dir, weil du mich liebst.

    Du zürntest manchmal über meine Kühle.
    Ich muss dir sagen: Damals warst du klug.
    Ich hatte stets die nämlichen Gefühle.
    Sie waren aber niemals stark genug.

    Ich hatte Furcht vor dir. Du stelltest Fragen.
    Ich brauchte dich und tat dir doch nur weh.
    Du wolltest Antwort. Sollte ich denn sagen:
    "Geh!"

    Es ist bequem, mit Worten zu erklären.
    Ich tu es nur, weil du es so verlangst.
    Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
    Und wer kommt nun? Leb wohl! Ich habe Angst.

    [aus E. Kästner: Ein Mann gibt Auskunft]

    Tuesday, March 17, 2009

    Warum hier entlang? - Why this way?


    "Männer sehen alles in einer Kiste, Frauen in einem runden Raum." [Elizabethtown] Manche sehen ihre Lebensabschnitte als Straßen und Wege, manche als Landschaften mit Bergen und Tälern. Meist sieht es so aus, als wandern wir auf einem Lichtstrahl, der von Beamern produziert wird, die hinter uns in der Vergangenheit stehen. Dort wird der Film gemacht, den wir momentan durchleben. Und auf dem Weg liegen einige wenige, große, runde Pakete. Sie beinhalten die Dinge, die voll und ganz abgeschlossen sind, die seltenen Filme, durch die man bis zum Schluss gegangen ist.

    Da es sich bei SUNFLECKR immer mal ums Zeiterfassen dreht, gibts ab jetzt das Label ZEITanalysen.

    Buchtipps zur Zeitproblematik: Peter Hoeg "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels", Michael Ende "Momo", Elisabeth Shaw "Der scheue Schneck", wikipedia "Philosophie der Zeit"

    Wednesday, February 25, 2009

    zusammenreißen


    "...Und es sah wirklich so aus
    Als ob man die Wahl hat
    Zwischen raus aus allem
    Nicht mehr können
    Und reiß dich endlich zusammen"

    [Kettcar, Sylt, Würde]



    Man fragt sich, was der gegen die Elefantenhaut gesprochene gute Rat "Reiß dich zusammen" eigentlich bedeuten soll.

    Friday, February 13, 2009

    Schön und Gut


    Als der Mond längst die Sonne überholt hat und sie gerade mit einem knatternden Ploppen hinter den Weltberg plumpste, gewahr ich ein Geräusch. Nächtliche Stimmen flüsternd im Plauderton. Durch das Säuseln und Aneinanderrascheln der Halme, ob Gras oder Schilf vermag ich nicht zu sagen, und dem Patschen der kleinen Tautropfen, die durch das nächtliche Spiel der Käferchen auseinanderstoben, war das Gespräch kaum hörbar. Ich strengte mich an, und die Dunkelheit half mir dabei, und lauschte.

    „Frau Gut,“ sagte eine gedämpfte Stimme. Es schien erst, als klänge sie aufgebracht. Doch die Worte flossen bedächtig am Boden zwischen den Halmen entlang. „wenn es nun tatsächlich so ist, dass Wahrheit gleich Wahrnehmung ist, dann ist es auch nur eine Wahrnehmung, in die wir uns verlieben…“

    „Ja aber dann hat es herzlich wenig mit einem selbst zu tun“ unterbrach ihn Frau Gut mit leicht übergeschlagendem Tonfall, „wenn sich jemand in uns verliebt. Und ebensowenig mit demjenigen, in den wir uns verlieben. Aber ich stimme ihnen zu, Herr Schön. Ich stimme ihnen zu.“

    „Ja am meisten hat es mit demjenigen zu tun, der sich verliebt“, murmelte Herr Schön.

    Nach einer ganzen Weile grüblerischen Schweigens meinte Frau Gut: „Dann kann man also gar nichts machen, damit sich jemand in einen verliebt.“

    „Nein aber“, entgegnete Herr Schön „es nimmt einem auch eine ziemliche Last ab. Schließlich hat sogar die eigene Wahrnehmung meist recht wenig mit dem zu tun, wer man wirklich ist. Meist hat es viel mehr damit zu tun, wer man sein will.“ Er richtete sich gerade auf und erstmals war er als ein dunkler Schatten am flachen Horizont erkennbar und fuhr fort. Er war lauter geworden: „Wenn man es so sieht, ist es nur natürlich, dass man wenig dagegen ausrichten kann, wie einen der andere wahrnimmt. Es hat wenig mit der eigenen Wahrnehmung zu tun.“

    Wieder nach einer langen Pause, der Nachtkönig hatte inzwischen seinen purblauen Mantel gänzlich über die schlafende Landschaft gelegt, erwiderte Frau Gut: „In wen wir uns verlieben, hat dann viel mehr mit uns selbst zu tun, als man gemeinhin denkt. Und wenn man verliebt ist, vergisst man das völlig.“



    Viel später erfuhr ich, dass die Knisknaddelfreunde Herr Schön und Frau Gut im Traum einer grau bemalten Elefantenkuh begegnet sind. Sie hat ihnen von einer merkwürdigen Seite namens SUNFLECKR erzählt und sich besonders übers den Eintrag „Knowledge Frame“ erstaunt.

    Monday, February 2, 2009

    Shivaree



    And it's hard to think
    When everything's red and pink
    It's hard to eat
    When everything's sweet

    [Shivaree: "John 2/14", Rough Dreams]


    Shivaree ist ein alter Brauch in den Südstaaten der USA, bei dem die Freunde eines frisch verheirateten Ehepaares in der Hochzeitsnacht singen und auf Kochtöpfen lärmen, bis sie auf ein Getränk ins Haus eingeladen werden.

    Thursday, November 27, 2008

    Ziehzeit

    Ziehzeit
    ...ich stapel tausend wirre Worte auf, die Dich am Ärmel ziehn. [Wir sind Helden "Nur ein Wort"]
    Es wäre interessant, zu erfahren, wie lange diese Art der Ziehzeit bedarf.
    Wie lange braucht es, um in den Bann zu ziehen?
    Und Zeit ziehn -geht das?

    Saturday, November 8, 2008

    Good night my someone


    Ich musste augenblicklich an Pretty Woman denken, die auf die Frage, wie sie denn die Oper (ich glaube, es waren die lustigen Weiber) gefunden hat, antwortet, sie hätte sich fast in die Hosen gemacht.
    Hier ist der Text von "Good night my someone" aus dem Musical "The music man"
    Good night, my someone.
    Good night, my love.
    Sleep tight, my someone.
    Sleep tight, my love.
    Our star is shining its brightest light,
    For good night, my love, for good night.
    Sweet dreams be yours, dear, if dreams there be
    --Sweet dreams to carry you close to me.
    I wish they may and I wish they might.
    Now good night, my someone, good night.
    "True love can be whispered from heart to heart,
    When lovers are parted," they say.
    But I must depend on a wish and a star
    As long as my heart doesn't know who you are.
    Sweet dreams be yours, dear, if dreams there be
    --Sweet dreams to carry you close to me.
    I wish they may and I wish they might.
    Now good night, my someone, good night.
    Good night! Good night!

    Wednesday, November 5, 2008

    Truth about Love II

    Blätterfall_Burg_Nürnberg

    Can it pull extraordinary faces?
    Is it usually sick on a swing?
    Does it spend all its time at the races,
    or fiddling with pieces of string?
    Has it views of its own about money?
    Does it think Patriotism enough?
    Are its stories vulgar but funny?
    O tell me the truth about love.
    When it comes, will it come without warning
    Just as I'm picking my nose?
    Will it knock on my door in the morning,
    Or tread in the bus on my toes?
    Will it come like a change in the weather?
    Will its greeting be courteous or rough?
    Will it alter my life altogether?
    O tell me the truth about love.
    [last second verses of poem from W.H. Auden]

    Tuesday, November 4, 2008

    Truth about Love I

    sonnenstrahl_burg_nürnberg

    O Tell Me The Truth About Love

    Some say love's a little boy,
    And some say it's a bird,
    Some say it makes the world go around,
    Some say that's absurd,
    And when I asked the man next-door,
    Who looked as if he knew,
    His wife got very cross indeed,
    And said it wouldn't do.
    Does it look like a pair of pyjamas,
    Or the ham in a temperance hotel?
    Does its odour remind one of llamas,
    Or has it a comforting smell?
    Is it prickly to touch as a hedge is,
    Or soft as eiderdown fluff?
    Is it sharp or quite smooth at the edges?
    O tell me the truth about love.
    [the first two from eight verses of this poem from W. H. Auden. He speaks from his soul to my soul, so I love him]

    Wednesday, October 1, 2008

    sporadic sunwords - Extra

    "...angesichts der unglaublich komplexen Natur eines Menschen -der menschlichen Psyche- könnte man sein Leben damit verbringen, herauszufinden, wer man selbst ist. Ganz zu schweigen davon, wer andere sind.
    Angesichts der Fähigkeit zur Veränderung, der Fähigkeit der Liebe zu wachsen, Veränderungen auszulösen. Angesichts dessen, dass jeder einzelne Faktor der Liebe unglaublich verstärkt wird, wenn zwei Menschen zusammenkommen.
    Die Vorstellung, dass die Entdeckung von Gemeinsamkeiten oder Unterschieden irgendwann abgeschlossen ist, finde ich im höchsten Grade bar jeder Logik, um nicht zu sagen Hoffnung." [John Cage in "Ally Mc Beal]

    Für alle die gerade über die Unmöglichkeit des Zusammenseins nachdenken.

    Monday, September 15, 2008

    Glück per se

    Ahorntropfen

    Heute nach dem Glück geschlagen. Nein, eher das Glück nachgeschlagen. Im Lexikon. Man muss doch wissen, womit man es zu tun hat.

    Im Großen und Ganzen kann man es vergessen. Einerseits ist es das, wonach der Mensch -und nur der- ewig ruhelos strebt. Andererseits ist es der Zufall per se. Selten und von unnachahmlich kurzer Dauer.

    Ich sehe da einen Mangel an gebotenen Alternativen. Leichter zu erhalten und leichter zu behalten.

    Tuesday, April 22, 2008

    The road not taken

    Road not taken
    Two roads diverged in a yellow wood,
    And sorry I could not travel both
    And be one traveler, long I stood
    And looked down one as far as I could
    To where it bent in the undergrowth;
    Then took the other, as just as fair,
    And having perhaps the better claim,
    Because it was grassy and wanted wear;
    Though as for that the passing there
    Had worn them really about the same,
    And both that morning equally lay
    In leaves no step had trodden black.
    Oh, I kept the first for another day!
    Yet knowing how way leads on to way,
    I doubted if I should ever come back.
    I shall be telling this with a sigh
    Somewhere ages and ages hence:
    Two roads diverged in a wood, and I-
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference.
    [Robert Frost, The road not taken (1915)]

    Saturday, March 29, 2008

    Seele

    Seele: 1 Faserstrang, der Hohlraum innerhalb von Tauwerk ausfüllt. enthält evt. ein Schmiermittel, das unter Belastung wirksam wird
    Seele: 2 Hohlraum des Gewehrlaufs und von Geschützen. die gedachte Längslinie der S. heißt Seelenachse

    Seele: 3 Schwarzpulver innerhalb einer Lunte oder Anzündlitze

    Seele: 4 u.A. Kolophonium im Lötzinn, das beim Lötvorgang als Flussmittel wirkt

    Seele: 5 ein Innenbauteil von Streichinstrumenten zur Übertragung des Klangs auf den unteren Teil des Resonanzkörpers

    Seele: 6 schwäbische Seele. süddt. Dinkelgebäck. "Die Seele ist außen knusprig, innen weich, luftig und feucht."


    Im Lexikon ist die Seele inmitten seeischer Begriffe zu finden (wenngleich es sich substanziell eher um Sternenstaub handelt). Im Grunde ist sie dort auch gut aufgehoben. Denn auch die See erklärt sich nicht allein durch Wasser und alles in ihr hausende. Jedes Meer transportiert seinen eigenen, unverwechselbaren Eindruck und ein spezifisches Gefühl, dass für jeden Menschen anders ist.
    Unbedingt mal wieder lesen: Der alte Mann und das Meer von Hemingway
    Das Foto ist im Dez. 2006 in Wien entstanden.

    Tuesday, August 7, 2007

    Schlafende Erruptionen

    Selbst etwas so mächtiges wie ein Geysir schläft zwischenzeitlich. Der größte mit dem Namen Dampfschiffströmer (Steamboat-Geysir im Yellowstone-Nationalpark) hat sogar 50 Jahre geschlafen, bis er 1961 wieder erwachte. Seither zeigt das unterirdische Märchenwesen, das ihn erzeugt, wieder Emotionen. Ziemlich heftig sind die. Die hat es sich aufgespart und in ein Säcklein gepackt. Das schüttet es nun ohn Unterlaß aus. Ob man will oder nicht.

    Die Bilder stammen von Wikipedia. Cato hat das schlafende Märchenwesen entdeckt und nicht nur das.

    Saturday, May 5, 2007

    Der kahle Berg und der Vogel

    Es gab da einen Berg, der völlig kahl war. Kein Zweiglein wuchs auf ihm und kein Tier bewohnte ihn. Das machte den Berg sehr traurig, denn er war ganz allein.
    Doch eines Tages kam ein kleiner Vogel zu dem kahlen Berg und setzte sich auf ihn, um sich auszuruhen. Dieser Besuch machte den Berg überglücklich. Er freute sich so sehr und wusste nun, wie es sich anfühlt, glücklich zu sein. Doch schon sehr bald erhob sich der kleine Vogel wieder und flog weg. Der Berg erschrak nun über die Traurigkeit, die über ihn hereinbrach. Die anschließende Einsamkeit war fast unerträglich. Der Berg wünschte nichts sehnlicher, als das der Vogel zurückkäme. Und wirklich kehrte der kleine Vogel im nächsten Jahr wieder. Er setzte sich auf den kahlen Berg. Nur für kurze Zeit, nur um ein wenig auszuruhen und um dann seinen Weg erfrischt fortzusetzen. Der Berg freute sich so sehr über das Wiedersehen mit dem kleinen Vogel und ward nach so langer Einsamkeit und Trauer über den Verlust endlich wieder glücklich. Doch schon erhob sich der Vogel in die Lüfte. Der Berg rief ihn entsetzt an, er möge bei ihm bleiben, er habe ihn so glücklich gemacht, er könne einen weiteren Fall in die Einsamkeit nicht ertragen. Er flehte ihn an. Doch der Vogel flog davon.
    Eine unstillbare Sehnsucht erfasste den Berg. Er war so traurig und voll unsagbarer Hoffnungslosigkeit und Leere. So weinte der Berg. Der Vogel indes war schon zu weit weg, um den kahlen traurigen Berg zu hören.
    Doch nach einem Jahr kam der Vogel wieder. Für den Berg war dies ein Wiedererwachen ins Leben und diesmal sprach er den Vogel an und erzählte davon, wie sehr er sich freue, ihn wieder zu sehen. Doch der kleine Vogel erhob sich auch diesmal und der Berg flehte ihn an, zu bleiben. Der Vogel antwortete, dass dies nicht ginge, da es doch keinen Schutz und keine Nahrung auf dem Berg gebe. Und da nun der Berg anfing ganz jämmerlich zu weinen, weil ihm zumute war, als stürbe er, sagte der Vogel, um ihn zu trösten: Ich kann zwar nicht bei dir bleiben, aber ich werde jedes Jahr wiederkommen und auch meine Kinder und Kindeskinder werden dich Jahr für Jahr besuchen. Dann flog der kleine Vogel davon.
    Und wirklich viele Jahre und Jahrzehnte besuchte ein kleiner Vogel den kahlen Berg, um sich auszuruhen und dann wieder seiner Wege zu gehen. Nachdem sein Flehen, der kleine Vogel möge bei ihm bleiben, nie erhört wurde, zerriss den Berg in eine so unstillbare Sehnsucht, so dass ihm nach Sterben war. Und so ging es nun Jahr für Jahr.
    Da verfiel der kahle Berg in eine Lethargie, die es ihm unmöglich machte, noch irgendetwas zu fühlen. Er spürte die Sonne nicht mehr, und nicht mehr, wenn es regnete oder sich eine zarte Schicht sanfter Schneeflocken auf ihn niedersenkte. Der Vogel kehrte jedes Jahr wieder, doch der arme Berg bemerkte es nicht mehr. So bemerkte er auch nicht, dass der Vogel im nächsten Jahr etwas mitbrachte. Es war ein Samenkorn, um den traurigen kahlen Berg zu erfreuen. Fortan brachten er und seine Kindeskinder jedes Jahr ein Samenkorn mit. Eines Tages fühlte der Berg einen Schmerz, den er nicht kannte. Eine kleine Wunde aus der ein Keim, seine Erde durchbrach. Doch aus seiner Lethargie erwachte der arme Berg nicht. Schon sehr bald sprossen Blumen, Gras und Zweige auf dem Berg. Und als alles schon grün war, erwachte der Berg und ward sehr verwundert. Doch seine alles verzehrende Sehnsucht und die Traurigkeit hielten an.Sie hielten an, bis der kleine Vogel sich wieder auf dem Berg setzte. Den Berg erfasste eine tiefe Freude, doch gleichzeitig war er schon traurig, weil sich der kleine Vogel bald wieder davon machen würde. Wieder flehte der Berg den kleinen Vogel an, nicht wegzufliegen. Doch er hatte keine Hoffnung und kehrte schon wieder ganz in sich selbst zurück. Aber dieses Mal blieb der Vogel. Der Berg war inzwischen so Grün und der Vogel baute im Geäst der Sträucher ein Nest. Er und seine Familie lebten nun für immer auf dem Berg, dessen Glück fortan endlich andauerte.
    (Mir wurde diese Geschichte kürzlich erzählt. Ich hoffe, das Nacherzählen ist mir geglückt. Ich habe keine Ahnung, woher sie stammt)

    Tuesday, April 17, 2007

    SCHATTENWURF

    Einst saßen ulkige Platonisten in einer Höhle und diskutierten was das Zeug hielt darüber, was das hier wohl alles soll.
    Wer immer noch Lust auf so ne Frage hat, obwohl inner Höhle rumzusitzen out ist oder nicht immer geht, findet nun unter den SUNlinks die Website SCHATTENWURF. Jetzt kömmer endlich ma richtig quatschen! Dazu ist jeder herzlich eingeladen.

    Saturday, April 14, 2007

    loslassen?

    Von Fall zu Fall ist sicher zu unterscheiden, ob es besser ist, loszulassen oder an etwas festzuhalten. Schließlich kommt nur, wer loslassen kann, irgendwann an. Ein reiner Tisch. Nach vorn sehen nicht zurück. Aber wie wertvoll sind uns die Dinge, an denen man festhält! Und werden sie nicht gerade dadurch noch wertvoller, das man an ihnen festhält?

    Thursday, March 29, 2007

    SERENDIPITY

    Wenn man mit dem weit verbreiteten Warten auf das große Kawumm, das gefälligst die einzig annehmbare Form der Liebe sein soll, und der Qual einer Übersetzung ins Englische gleichzeitig konfrontiert wird, vermischt sich so einiges.
    Mit SERENDIPITY fing es an, da es etwa meiner Vorstellung vom Suchen und Finden der Liebe entspricht. Damit gemeint ist "der glückliche Zufall". Leo geht sogar soweit, von einer "Gabe, glückliche und unerwartete Entdeckungen zu machen", zu sprechen. Lustig ist die soziologische Deutung. Dabei handelt es sich wikipedia zufolge um eine "zufällige Beobachtung von etwas, das gar nicht das ursprüngliche Ziel einer Untersuchung war".
    Wenn man dieser Seifenblase etwas handfestes entgegensetzen will, fällt mir das ganz neu erlernte Wort SUBOPTIMAL ein. Abgesehen davon, ob es unbedingt nötig war, dieses Wort zu kreieren, heißt es auf einer nicht ganz so ernstzunehmenden Seite, dass man in einer "suboptimal verlaufenden Situation" gerne mal kraftverbal flucht. Als suboptimal kann man wohl auch das "Auseinanderfallen von Anspruch und Wirklichkeit" (DIVERGE OF CLAIM AND TRUTH) bezeichnen.
    Eine beachtenswerte Möglichkeit, Intensität zu deuten, bildet "LUMINOSITY" (Intensität, Leuchtkraft).
    Wenn das ganze dann den Bach runter geht, wird man im Englischen sogar zu etwas besseren: one "GET THE BETTER OF SOMEONE" (jmdn. überwinden).
    Dies ist kein zynischer Post, sondern eine ironisch gemeinte Wortspielerei. Das sieht man am Foto, das Licht am Ende des Tunnels (Carrara-Steinbruch, Italien) zeigt. (Mehr zu den Unworten des Jahres gibts hier)