Welcome to a world full of sun spots! It's about Love, Life, Fairy Tales, Useless Things and a little bit philosophical Thoughts. And 2009 it's a lot about Sydney and Australia.
PS: Here are also some english posts with the label "
please in english". Find out that life is really a box of chocolates!

Tuesday, November 23, 2010

Mein Wannenbad

Es muß wieder mal sein.
Also: Ich steige hinein
In zirka zwei Kubikmeter See.
Bis übern Bauch tut es weh.
Das Hähnchen plätschert in schamlosem Ton,
Ich atme und schnupfe den Fichtenozon,
Beobachte, wie die Strömung läuft,
Wie dann clam, langsam mein Schwamm sich besäuft.
Und ich ersäufe, um allen Dürsten
Gerecht zu werden, verschiedene Bürsten.
Ich seife, schrubbe, ich spüle froh.
Ich suche auf Ausguck
Vergebens nach einem ertrinkenden Floh,
Doch fort ist der Hausjuck.
Ich lehne mich weit und tief zurück,
Genieße schaukelndes Möwenglück.
Da taucht aus der blinkenden Fläche, wie
Eine Robinsoninsel, plötzlich ein Knie;
Dann – massig – mein Bauch – eines Walfisches Speck.
Und nun auf Wellen (nach meinem Belieben
Herangezogen, davongetrieben),
Als Wogenschaum spielt mein eigenster Dreck
Und da auf dem Gipfel neptunischer Lust,
Klebt sich der Waschlappen mir an die Brust.
Brust, Wanne und Wände möchten zerspringen,
Denn ich beginne nun, dröhnend zu singen
Die allerschwersten Opernkaliber.
Das Thermometer steigt über Fieber,
Das Feuer braust, und der Ofen glüht,
Aber ich bin schon so abgebrüht,
Daß mich gelegentlich Explosionen –
– Wenn's an mir vorbeigeht – –
Erfreun, weil manchmal dabei was entzweigeht,
Was Leute betrifft, die unter mir wohnen.
Ich lasse an verschiedenen Stellen
Nach meinem Wunsch flinke Bläschen entquellen,
Erhebe mich mannhaft ins Duschengebraus.
Ich bück mich. Der Stöpsel rülpst sich hinaus,
Und während die Fluten sich gurgelnd verschlürfen,
Spannt mich das Bewußtsein wie himmlischer Zauber,
Mich überall heute zeigen zu dürfen,
Denn ich bin sauber. –

[Ringelnatz, Mein Wannenbad]


Dank meiner unermesslichen Affinität zum Wannesitzen ist es natürlich notwendig, das unermütlich zum Thema werden zu lassen. Meine Liebe zu Herrn Seepferdchen (nichts anderes bedeutet Ringelnatz im Seemannsjargon) tut sein übriges (man beachte die Gemütsnähe zur See auch im Namen Sunsayler, wobei es sich lediglich um eine Wortspielerei zwischen Sailor und Erzähler handelt). Jedenfalls entspricht es einer meiner liebsten Kindheitserinnerungen, dass es damals bei meiner Oma zum Baden gehörte, dass der große Bollerofen seiner ihm zugedachten Tätigkeit nachkommen musste, zuerst die zwei Kubikmeter See aufzuheizen, bevor man ins vergnügliche Nass hüpfen konnte. So entstand ein Zimmer voller Dampf und an den Fenstern sah man Eisblumen.

Foto: Das isländische Freiluftbaden ist freilich keine schlechte Alternative.

Friday, November 19, 2010

Nachrichten aus der Vergangenheit

Glücklicherweise sind die Aufzeichnungen meiner Uroma - sie ist 1992 mit 92 jahren verstorben- wieder aufgetaucht. Vielleicht genau zur richtigen Zeit. Eben wie sie es immer gesagt hat: "Lass es erstmal liegen. Eines Tages wirst du schon etwas damit anfangen können." Von 1968 bis 1991 gibts für jedes Jahr ein bis zwei Hefte. Ab 1978 hat sie vorn drauf meinen Namen geschrieben. Es war ihr also wichtig, etwas zu hinterlassen.
Im großen und ganzen blättere ich fürs erste mit großer Hochachtung, aber jeglicher Systematik entbehrend, in diesem dichtgedrängten Pfuhl an Aufzeichnungen. Es handelt sich vor allem um die Dokumentation der damals aktuellen politischen Lage und herausragenden Ereignissen wie der Landung von Apollo 7, Informationen zu Wetterextremen, dazwischen Ratschläge zur richtigen Pflege von Wellensittichen, Beerensträuchern etc.sowie zur Gesunderhaltung und immer wieder herausgeschriebene Seiten von Büchern, die sie beeindruckt haben, außerdem Sprüche, Gedichte und Witze. Ich hab immer gedacht, meine Uroma hat keinen Humor. Ich hätte verkehrter nicht liegen können.

Momentan am besondersten ist für mich, dass sich da ein Gefühl der Verbundenheit einstellt, zu etwas/ zu jemandem, das schon sehr lang nicht mehr exsistiert. Ganz wunderbar und zugleich echt abgefahren, was.

Wednesday, October 27, 2010

Nevermind



"Meinst du, das ist ein schlechtes Omen?" Herr Schön kuckte ungläubig. "Aber meine liebe Frau Gut, alles ändert sich doch ständig."


Es ist wohl ein revolutionärer Gedanke, zur Abwechslung einfach mal keine Lehre aus den Geschehnissen zu ziehen. Sich das jetzt mal nicht zu merken und auch nicht zu einer tablettenförmigen Essenz zu verpressen, die man nimmt, wenn man es bei nächster Gelegenheit besser machen will. Mal sehen, was passiert, wenn man diese eine Erfahrung nicht in die persönliche Geschichte einfügt. Ich vermute: gar nichts. Es bleibt eh alles anders und man hängt mit seinen ewigen Annahmen und Schlussfolgerungen naturgemäß immer hinterher.


PS: Das Video ist am Hamburger Hafen von Katz gemacht worden. Vielen Dank dafür!



badly translated:

‘Do you mean it’s a bad sign?’ Mr. Beauty looks unbelievingly. ‘Oh my dear Misses Fair, everything changes constantly.’

The thought seems revolutionary, if you suddenly do not want learning from that, if you simply forget it and not pressing the essence like a pill to take it by next chance to make something better. Wondering what would happen, if you don’t put this experience in your personal story. I guess: nothing. Everything keeps going different and you are always after the event with your assumptions and consequences, naturally.

PS: Katz made this video at Hamburg Harbour. Thanks a lot!

Tuesday, October 26, 2010

trust and bravery


Looking back can be a good thing, if you're looking after an old friend or your experiences this year. It's a good feeling to be sure there is something invigorating, that gives you encouragement. Apart from that it's essententially to look ahead (or much better to eye the moment) with an every day new beginning story of your life. Everything remains different. Life is good in a good melange of trust and bravery.

Friday, September 10, 2010

Vertraut machen


Seit ich "Der kleine Prinz" gelesen habe, steht "sich vertraut machen" für mich für Freundschaft, für Bindungen schließen, für einander wichtig werden. In diesen Tagen geht es mir auch um ein Sich-vertraut-machen mit neuen Denkmustern, anderen Herangehensweisen an vertraute Dinge, ja an altbekannte Muster. Man könnte auch von Horizonterweiterung sprechen, von neuen Erfahrungen, ohne sich bewegen zu müssen Ein Entdeckungsausflug nach Innen. Das führt dazu, dass vor dem Vertraut-machen-wollen ein Zugang-finden steht. Und davor natürlich die Neugierde, die Aufgeschlossenheit und die Abwesenheit von Furcht. Open minded sagt man wohl dazu. Open hearted noch dazu. Doch einen Zugang zu finden, ist das schwerste. Das bisher so wohlgeordnete und gut geschützte Ich versteht sich in etlichen Kniffen, davon abzulenken. Das stärkste Argument ist wohl: 'are you crazy! Wie kannst du nur versuchen, dein Großhirn auszuknipsen?' Aber das ist auf den Punkt gebracht recht notwendig, um mal weiterzukommen. Ich meine mit sich selbst, in sich selbst. Instinkt und ein Bottich guter Absicht leisten dabei einen guten Dienst. Und mal ehrlich, waren unsere glücklichsten Momente nicht die, in denen wir ein bißchen verrückt waren?

Only this



Always if I watched an English film or heard something else in English, I spend my whole attention to this. I do not want miss a word. I'm scarry to miss anything, because my English is not that good. It's not usual for me to understand. So I am totally in this film, only hearing, there is nothing else. I became aware that it should be normal for every life situations. Damn the multi tasking way of life, the unconscious behavior with other people. It's a good thought to try only hearing when somebody talk to you, without any other acting or thinking, isn't it? Presenting a real moment with this person as a gift.

Wednesday, September 8, 2010

My Life According To.... Kettcar

Pick your Artist: “Tränengas Im High-End-Leben”

Are you a male or female: “Jenseits Der Bikinilinie”

Describe yourself: “Balu”

How do you feel about yourself: “Am Tisch”


Describe where you currently live:
“Balkon Gegenüber”

If you could go anywhere, where would you go:  “Volle Distanz”

Your best friend is:  “
Einer”

Your favorite color is:  “Graceland”

What's the weather like: “Wir werden nie enttäuscht werden”

Favorite time of day:  “48 Stunden“

If your life was a TV show, what would it be called:  “Ich danke der Academy”

What is life to you: “Hier sein”

What is the best advice you have to give: “im Taxi weinen ist besser”

If you could change your name, what would it be:  “lass mich jetzt nur so weit sein…(Nullsummenspiel)”

Your favorite food is:  “Wäre er echt”

What did you do last night: “Landungsbrücken Raus”

What are your plans for tomorrow: “Kein Außen mehr”

How would you like to die: “auf jedem Begräbnis gibt es einen guten Lacher…
(Hauptsache Glauben)”

Your present condition: “Mein Skateboard kriegt mein Zahnart” 

Your motto: “solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende”